Der Herbst zieht ein: Sobald die Abende gemütlicher werden, stellen frische Luft, plötzliche Temperaturschwankungen und regnerisches Wetter unseren Körper vor zusätzliche Herausforderungen. Unser Immunsystem muss sich auf die Saison einstellen und ein wenig zusätzliche Fürsorge kann wahre Wunder wirken. Ein natürlicher Duftsupport für Zuhause kann genau jenes kleine Extra an Komfort geben sowohl in Bezug auf Atmosphäre als auch auf Widerstandskraft.

Im Herbst bekommen wir öfter eine Erkältung, Grippe oder Atemwegsbeschwerden. Zum Glück zeigen Studien, dass bestimmte ätherische Öle gerade in solchen Momenten passend sein können. So gibt es eine Studie, die zeigt, dass Öle wie Zitrone, Tea Tree und Lavendel „potenzielle antivirale Effekte“ haben unter anderem gegen Grippe- und Atemwegsviren.

Zudem zeigt sich, dass zum Beispiel Eukalyptusöl beim Lindern von Husten und bei verstopfter Nase helfen kann.

Nach Aromatherapie-Richtlinien kann man solche Öle einsetzen durch Dampfinhalation, einen Diffuser oder einen Tropfen auf ein Taschentuch. Kurz gesagt: Aromatischer Support ist ein schönes Plus!

Was bewirken ätherische Öle eigentlich?

Ätherische Öle sind konzentrierte, wohlriechende Stoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden. Sie enthalten diverse natürliche Komponenten (wie Terpene, Aldehyde, Ketone), welche Auswirkungen auf unsere Atemwege, die Stimmung oder die Raumluft haben können. Wenn man sie im Haus verteilt (z. B. über einen Diffuser), erzeugt man einen angenehmen Duft und vielleicht auch ein Gefühl von „klarerer“ Luft. Durch Dampfinhalation oder einen Tropfen auf dem Taschentuch können sie helfen, etwas freier zu atmen oder den Kopf ein wenig klarer zu halten. Natürlich ersetzen sie nicht den Arztbesuch aber sie können genau das „kleine Komfort-Extra“ sein, wenn einem die Saison etwas stärker zusetzt.

Tea Tree:


Er hat einen frischen, etwas schärferen Duft mit kampferartiger Unterton und wirkt „erfrischend“ und „sauber“. Weil der Duft recht ausgeprägt ist, wird dieser häufig in Mischungen mit reinigender oder „luft-erfrischender“ Funktion verwendet. Teebaum ist bekannt für seine breit angelegte antivirale und antibakterielle Wirkung. Er kann bei Verstopfung, Nasen- und Halsbeschwerden sowie Atemwegsinfektionen helfen. Wenn du einschätzt, was du brauchst Luft-Erfrischung, Unterstützung der Atemwege, ein saubereres Gefühl dann ist Teebaum eine ausgezeichnete Wahl. Achtung: Auf der Haut kann er reizen deshalb gut verdünnen bei Hautanwendung.

Eucalyptus:


Sein Duft ist kühl, kampferartig, „klinisch“, aber dennoch angenehm er vermittelt das Gefühl von tiefer Atmung und Klarheit. Oft verwendet in „winterlichen“ oder „natürlichen Wald/Baum“ Düften, kombiniert mit einer starken Funktion für die Atemwege. Eukalyptus enthält zum Beispiel die Substanz 1,8-Cineol, die helfen kann, Schleim zu lösen und das Atmen zu erleichtern. Er wirkt als schleimlösendes Mittel (Expektorans) und kann die oberen Atemwege bei einer Erkältung unterstützen. Wenn du merkst, dass deine Atemwege schwer sind, deine Atmung etwas schwieriger und du viel Schleim hast dann ist Eukalyptus eine sehr gute Option. Achtung bei kleinen Kindern und Asthma.

Lavendel:


Der Hauptvorteil von Lavendel bei Erkältung/Grippe ist unterstützend: Er hilft beim besseren Schlaf, reduziert Stress, was die Erholung fördern kann. Außerdem wird festgestellt, dass er bei Atemwegsbeschwerden wie Halsschmerzen, Stauung und der Ruhe während einer Krankheit helfen kann. Da Ruhe und Schlaf bei Erkältung/Grippe so wichtig sind, macht Lavendel indirekt einen Unterschied. Lavendel ist nicht unbedingt die „Hauptlösung“ bei verstopfter Nase oder Husten aber eine wichtige unterstützende Wahl besonders wenn du möchtest, dass deine Umgebung Ruhe bringt, du besser schläfst und dein Körper sich erholen kann.

Zitrone:


Zitronenöl hat einen frischen, citrusartigen Duft belebend, sauber, klarer. Es vermittelt ein Gefühl von „Leichtigkeit“ und funktioniert gut im Haus während der Herbstzeit, wenn die Luft etwas schwerer wirken kann. Zitrone besitzt antimikrobielle Eigenschaften und kann helfen, die Luft in deinem Zuhause zu erfrischen. Laut einigen Quellen hilft es, die Nasenhöhlen etwas freier zu machen und die Widerstandskraft zu unterstützen. Außerdem ist es gut für die Stimmung: Wenn du dich während Krankheit oder im Herbst etwas schlapp fühlst, kann der Duft belebend wirken. Zitrone ist vor allem schön für die „Umgebung“ und die Atmosphäre: frische Luft, weniger Schwere. Sie unterstützt Erkältung/Grippe durch das Aufräumen der Umgebung und leichte Unterstützung der Widerstandskraft ist aber nicht primär für schwere Atemwegsbeschwerden gedacht.

Kiefer:

Dieses Öl fängt den Duft bzw. die Atmosphäre eines frischen Waldspaziergangs ein – holzig, grün, balsamisch und zugleich belebend und natürlich beruhigend. Es bringt sofort ein „Draußen‑Luft‑Gefühl“ nach Hause – ideal, wenn der Herbst Einzug hält und wir mehr Zeit drinnen verbringen. Das Öl der Kiefer besitzt atemwegsunterstützende Eigenschaften: Es hilft, die Atemwege freier zu machen, Schleim zu lösen und das Atmen zu erleichtern. Darüber hinaus wirkt es auch als Luftreiniger: Durch den frischen, „waldartigen“ Duft wirkt der Raum sauberer, was bei Erkältung oder belasteter Raumluft angenehmer ist.

Das Öl enthält Komponenten wie α‑Pinene und β‑Pinene (Terpene), die bei Entzündungen der Atemwege unterstützend wirken können und das Atmen erleichtern. Auch psychisch wirkt es gut: Der Duft von Kiefer bringt häufig Ruhe, reduziert die „gedrückte“ Herbststimmung und schafft eine angenehme Atmosphäre, die die Genesung unterstützt. Achtung: Obwohl das Öl viele Vorteile hat, sollte es bei Hautanwendung (mit einem Trägeröl) verdünnt werden und mit Vorsicht verwendet werden – insbesondere bei Kindern, Schwangeren oder Menschen mit Atemwegsproblemen.

Verwenden Sie ätherische Öle nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung bei schweren Atemwegsbeschwerden oder Grippe sehen Sie sie als unterstützende Ebene.

 

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